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Food Life sciences

Kultiviertes Fleisch auf dem Bauernhof: Kuijpers entwickelt mit RespectFarms eine nationale und weltweite Premiere

Fleisch produzieren, ohne Tiere zu schlachten – und das direkt auf dem Bauernhof. Das klingt futuristisch, aber genau daran arbeitet das Start-up RespectFarms. In einer kompakten Produktionsanlage werden tierische Zellen mithilfe von Bioreaktoren zu Fleisch kultiviert. Es handelt sich um den ersten Bauernhof weltweit – in den Niederlanden –, auf dem kultiviertes Fleisch produziert wird. Für die Entwicklung dieses innovativen Pilotprojekts arbeitet RespectFarms mit Kuijpers zusammen. Die Experten von Kuijpers unterstützten maßgeblich beim Entwurf und den technischen Installationen.

Kuijpers arbeitete gemeinsam mit RespectFarms an einer kompakten Produktionsanlage, um die Herstellung von kultiviertem Fleisch auf einem Bauernhof zu ermöglichen. Mit intelligenten technischen Installationen und einem modularen Aufbau entstand ein innovatives Pilotprojekt, das zeigt, wie die Lebensmittelproduktion der Zukunft nachhaltiger gestaltet werden kann.

Controlled Environments

Het bedrijf RespectFarms is opgericht vanuit de vraag: hoe kan de veehouderij duurzamer worden zonder dat boeren hun inkomen verliezen? Medeoprichter Ralf Becks kwam een ​​paar jaar geleden op het idee als onderdeel van een innovatieproject. „We onderzochten hoe we vlees konden produceren met minder dieren“, legt hij uit. „Zo ontdekten we kweekvlees. Als je vlees kunt produceren zonder dieren te hoeven slachten, dan is dat een weg die serieus overwogen moet worden.“

Vor vier Jahren begann RespectFarms, diese Idee auszuarbeiten – zunächst auf dem Papier, später in Gesprächen mit Landwirten und Forschenden. Um zu sehen, ob es funktioniert, musste es jedoch in der Praxis getestet werden. „Also beschlossen wir, auf einem Bauernhof in der Nähe von Delft eine kleine Produktionsanlage zu bauen. Dort konnten wir prüfen, ob das technisch und praktisch funktioniert.“

Der erste Kontakt mit Kuijpers ging nicht von RespectFarms selbst aus. Kuijpers sah Chancen im entstehenden Markt für kultiviertes Fleisch und suchte den Austausch. „Wir bei Kuijpers beobachten kontinuierlich neue Märkte. Innerhalb der Life Sciences haben wir gesehen, dass kultiviertes Fleisch ein wachsendes Feld ist. Als wir das Konzept von RespectFarms gesehen haben – die Produktion zum Landwirt zu bringen statt in eine große Fabrik –, haben wir sofort das Potenzial erkannt“, sagt Lars Smidt, Sales Manager. Diese Überzeugung war stark genug, um das Abenteuer gemeinsam anzugehen. „Wir haben hier wirklich investiert – nicht nur finanziell, sondern auch Zeit und Expertise. Weil wir glauben, dass dies ein Markt ist, der Wirkung entfalten kann.“

Konzeptentwicklung auf einem weißen Blatt

Der Wunsch von RespectFarms war klar: Die Entwicklung einer kompakten Anlage, in der kultiviertes Fleisch auf einem Bauernhof produziert werden kann. Doch wie sollte ein solcher Raum genau aussehen? „RespectFarms weiß natürlich genau, wie der biologische Prozess funktioniert“, sagt Tom van der Heijden, Lead Engineer Controlled Environments bei Kuijpers. „Bei den Rahmenbedingungen wie Luftqualität, Hygiene und Temperaturregelung  haben wir viel Erfahrung.“

Gemeinsam entwickelten die Teams Schritt für Schritt ein technisches Konzept. Tom: „Es war wirklich ein gemeinsamer Prozess. Sie erklärten, was sie brauchen, und wir übersetzten das in eine technische Lösung, die auch praktisch umsetzbar war.“

Kompakt, aber technisch anspruchsvoll

Schließlich fiel die Wahl auf einen modularen Produktionsraum, ergänzt um eine kleinere Büroeinheit. Die Einheit selbst wurde von Cube Homes geliefert, während Kuijpers für den Entwurf und die Integration der technischen Installationen verantwortlich war. In der Einheit befinden sich eine Umkleideschleuse, ein Produktionsraum und ein Technikraum. Kuijpers entwarf und realisierte unter anderem die Anlagen für Heizung und Kühlung, Lüftung und Luftbehandlung sowie den Technikraum mit Lüftung und Wärmerückgewinnung. Um eine sauberere Produktionsumgebung zu schaffen, werden Systeme eingesetzt, wie sie auch in Reinräumen verwendet werden. Darüber hinaus sorgte Kuijpers für die Abstimmung der Installationen mit anderen am Projekt beteiligten Parteien. Tom: „Wir haben im Grunde die Rolle des Planungsberaters und technischen Sparringspartners übernommen.“

Vorausdenken in einem kleinen Gebäude

Eine zusätzliche Herausforderung war der begrenzte Platz. Tom: „Man möchte dem Produktionsprozess so viel Raum wie möglich geben – deshalb war es wirklich ein Puzzle, unsere Installationen so kompakt wie möglich umzusetzen.“ Die Anlage sollte auf eine spätere Erweiterung vorbereitet sein. Daher wurde bewusst Platz für zusätzliche Installationen und eine höhere Produktionskapazität vorgesehen. „In diesem Technikraum steckt mehr Engineering, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wir haben wirklich jeden Platz genutzt“, sagt Tom lachend.

Gemeinsam die richtige Balance finden

Für RespectFarms war es wichtig, dass die Anlage nicht zu komplex und nicht zu teuer wird. „Wenn man das vollständig nach Labornormen plant, wird es unbezahlbar. Unser Ziel ist es ja gerade, das später bei Landwirten aufzustellen“, sagt Ralf. Für ihn lag die Stärke der Zusammenarbeit darin, gemeinsam die richtige Balance zu suchen. „Kuijpers hat viel Erfahrung mit kontrollierten Umgebungen. Gleichzeitig waren sie bereit, ihre eigenen Annahmen zu hinterfragen. Wir haben uns gegenseitig herausgefordert, intelligente und bezahlbare Lösungen zu entwickeln.“

Stolz auf den ersten Schritt

Die Anlage wurde 2025 realisiert und wird inzwischen getestet. Dabei handelt es sich um kleinmaßstäbliche Tests, in denen der Prozess Schritt für Schritt validiert wird. Der Verkauf oder Verzehr von kultiviertem Fleisch ist in Europa derzeit noch nicht erlaubt. Für Forschung und Entwicklung darf jedoch produziert und getestet werden – und genau das geschieht nun in kleinen Mengen in der neuen Einheit. Für Lars ist vor allem das große Ganze beeindruckend. „Wir haben hier am Aufbau einer Lösung mitgearbeitet, die zu einer nachhaltigeren Lebensmittelwertschöpfungskette beitragen kann. Das finde ich besonders.“ Tom blickt vor allem mit Freude auf die Zusammenarbeit zurück. „Dieses Projekt war ein Paradebeispiel dafür: Gemeinsam kommt man weiter – und das gibt viel Energie, um zu guten Lösungen zu kommen.“ Für RespectFarms ist das Pilotprojekt erst der Anfang. „Die erste Installation ist kein Endpunkt. Wir wollen dieses Konzept weiterentwickeln und skalieren. Und dabei schauen wir auch weiterhin gemeinsam mit Kuijpers, wie die nächsten Module aussehen können.“

Sie haben Fragen?

Dann wenden Sie sich gerne an Lars.