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Ter AA setzt das Gelernte für die Arbeit in einem professionellen Reinraum in die Praxis um

Wie realisiert man gemeinsam mit einer Bildungseinrichtung innerhalb weniger Monate einen vollwertigen, zertifizierten Reinraum, obwohl noch nicht im Detail feststeht, wie dieser genutzt werden soll? Diese Frage stand im Raum, als die Berufsschule Ter AA und Kuijpers im Frühjahr 2025 ins Gespräch kamen. Bei einem Besuch eines von Kuijpers realisierten Referenzprojekts wurde Ter AA schnell klar: Das sollte kein Übungsraum werden, sondern ein echter Reinraum. Ab diesem Moment nahm das Projekt Fahrt auf. Innerhalb von fünf Monaten wurde der Reinraum zertifiziert übergeben – exakt rechtzeitig zur Inbetriebnahme.

Kuijpers hat für Ter AA einen vollständig zertifizierten ISO-Reinraum für Ausbildungszwecke realisiert. Mit einem nachhaltigen Luftbehandlungssystem, eigenständigen Installationen und flexiblen Anschlüssen ist eine zukunftssichere Lernumgebung entstanden, die sich mit der Ausbildung weiterentwickelt.

Controlled Environments

In einer früheren Phase hatte Ter AA noch an eine Simulationsumgebung gedacht – einen Raum, der wie ein Reinraum aussieht und dazu dient, Grundfertigkeiten zu üben. „In den ersten Gesprächen wurde deutlich, dass der Bedarf tiefer ging“, berichtet Alexander Schoonenberg, Leiter der Wohnheim- und Gebäudeverwaltung bei Ter AA. „Wir wollten eine Umgebung schaffen, in der Studierende nicht nur lernen, wie ein Reinraum aussieht, sondern auch, wie man darin arbeitet. Das erfordert andere Entscheidungen.“ Der Besuch eines Referenzprojekts von Kuijpers erwies sich dabei als entscheidend. „Dort haben wir mit eigenen Augen gesehen, was technisch notwendig ist und was das für Nutzung und Betrieb bedeutet. Ab diesem Moment wussten wir: Wenn wir das so machen, machen wir es richtig!“

Ein Kontaktpunkt, volle Kraft voraus!

Diese Entscheidung erhöhte auch den Zeitdruck. Ter AA trat im Frühjahr 2025 an Kuijpers heran und wollte bereits im Oktober die Fertigstellung. „Zu Beginn gab es innerhalb von Ter AA viele unterschiedliche Meinungen und Wünsche. Aber der Zeitplan war straff. Irgendwann haben wir gesagt: Das funktioniert nur mit einem festen Ansprechpartner“, sagt Frank Roovers, Projektmanager für Reinräume bei Kuijpers. „Ab diesem Moment übernahm Alexander die Verantwortung und wir haben im direkten Austausch zusammengearbeitet.“

Flexibler Reinraum

Kuijpers realisierte einen vollständig zertifizierten Reinraum gemäß ISO-Normen, einschließlich aller Installationen: von einem nachhaltigen Lüftungssystem und der gesamten Elektrotechnik bis hin zur Wasserableitung und der baulichen Hülle. Auch die große Glasfront zur Aula ist Teil des Konzepts. Die besondere Stärke dieses Reinraums liegt in seiner Flexibilität. „Ter AA weiß noch nicht genau, wie sich der Unterricht im Reinraum in den kommenden Jahren entwickeln wird“, erklärt Owen van Dongen, Projektkoordinator für Reinraumtechnik bei Kuijpers.

„Wir haben die Planung entsprechend angepasst. Der Reinraum wurde als autarkes System konzipiert.  So kann Wartung stattfinden, ohne dass andere Gebäudeteile stillgelegt werden müssen. Außerdem haben wir Reservegruppen und Ringversorgungen für Druckluft, Wasser und Strom vorgesehen.“ Rund um den Reinraum befinden sich Kabelkanäle und Anschlusspunkte – auch an Stellen, an denen derzeit noch nichts installiert ist. „Wenn Ter AA später etwas ergänzen möchte, ist das ohne große Eingriffe möglich“, ergänzt Frank.

Entwickelt mit Blick auf den Bildungsbereich

Die Technik im Reinraum wurde bewusst sichtbar gestaltet, damit Studierende die Abläufe direkt nachvollziehen können. Druckmessgeräte im Raum zeigen unmittelbar, was beim Öffnen und Schließen von Türen geschieht. Außerdem wurde ein großzügiger Übungsbereich eingerichtet, in dem Verfahrensänderungen Schritt für Schritt erklärt und geübt werden können. „In einer Produktionsumgebung würde man diesen Bereich so klein wie möglich halten. Hier hat man sich bewusst für mehr Raum entschieden, damit Lehrkräfte sich Zeit für die Erklärung der Abläufe nehmen können“, so Owen.

Auch die Ästhetik spielte eine wichtige Rolle – etwas, das Alexander sofort auffiel. „Frank berücksichtigte nicht nur die technischen Aspekte, sondern auch das Gesamtbild. Die Farbe des Bodens, das Mobiliar, der Einblick aus der Aula … An einem Freitag bekam ich Fotos von Frank mit Vorschlägen: Wenn wir hier eine zusätzliche Glasscheibe einsetzen, wird der Einblick deutlich schöner. Solche Details zeigen, dass Kuijpers neben den technischen Aspekten auch die Ästhetik im Blick hatte.“

Weiterbau in den Sommerferien

Während der Sommerferien wurde intensiv weitergebaut. Alexander blieb sogar aus dem Urlaub erreichbar. „Es kamen Entscheidungen auf, die nicht warten konnten. Dann ist es gut, wenn man sich schnell abstimmen kann“, sagt er. Eine Woche vor der Eröffnung fand die Endreinigung statt. Kurz darauf folgte die offizielle Übergabe: ein vollständig zertifizierter Reinraum im Ist-Zustand. Im Rahmen des Budgets und mit mehr Optionen als erwartet. „Frank und Owen haben uns wirklich hervorragend begleitet. Sie haben Optionen aufgezeigt, Vor- und Nachteile erläutert und schnelle Entscheidungen ermöglicht. So geriet der Fertigstellungstermin nicht in Gefahr.“

Die zweite Phase – die Realisierung der Waschstraße – wird Ende Februar abgeschlossen. Dann können die Studierenden auch mit Materialien und Instrumenten arbeiten.

Frank und Owen blicken mit einem besonderen Gefühl auf die Realisierung des Reinraums bei Ter AA zurück. „Man sieht, wie glücklich die Menschen mit dem Ergebnis sind. Für uns ist es unser Beruf, aber hier spürt man die Wirkung und den Mehrwert. Vielleicht wegen der Verbundenheit beider Organisationen mit Helmond oder weil die Zusammenarbeit so stark war. Solche Projekte geben Energie.“

Unsere Wirkung

Kuijpers realisierte für Ter AA einen vollständig zertifizierten ISO-Reinraum für Ausbildungszwecke. Mit einem nachhaltigen Lüftungssystem, autarker Installationen und flexiblen Anschlussmöglichkeiten entstand eine zukunftssichere Lernumgebung, die mit den Anforderungen der Ausbildung mitwächst.

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Dann wenden Sie sich gerne an Frank.

Frank Roovers Projectmanager Controlled Environments